Über mich

 

Ungefähr 30 Jahre ist es her, da ich das erste Mal den Gedanken hatte, zu massieren. Ich habe meinen Impuls damals verworfen. Meine Vernunft legte mir sorgsam auseinander, was alles dagegen spräche.

 

Ich wurde Lehrerin

Ich wurde Mutter von drei wunderbaren Jungs

Und

Ich habe nie aufgehört zu suchen

 

Im Bemühen mir selber auf die Spur zu kommen, habe ich vieles ausprobiert: Ich bin gereist, habe verschiedene Kurse gemacht, an gestalttherapeutischen Workshops teilgenommen, habe Auszeiten genommen, Zirkus gemacht und schließlich mein 2 jähriges Art of Being–Training. Dieses Training hat mich reich beschenkt: Mit mir und dem, woher ich komme, was ich bin und was ich brauche, wohin meine nächsten Wege führen. Es hat mich gelehrt, mein Herz wieder zu hören und mich bestärkt, ihm zu lauschen und ihm zu folgen. Manchmal auch blind – einfach ´nur` vertrauend. In diesem Vertrauen bin ich, anders als damals, meinem Herzen gefolgt und habe die LOMI LOMI gelernt. Auch das bei einem wunderbaren Lehrer, Körpertherapeuten und Menschen: Ludwig Sandner aus Freiburg. Von ihm lerne ich Massage und Körperarbeit, sowie Mensch-Sein und Vertrauen. Vertrauen in mich selbst, in mein Gegenüber, ins Leben.

 

Für mich war meine erste Lomi wie eine Erweckung, ein Aufgewecktwerden, ein Wachwerden. Es war wie eine kleine Reise durch mich selbst. Ich habe Orte in meinem Körper gespürt, die ich nicht kannte oder die vergessen waren. Ich habe Hände gespürt, die auf mir in aller Absichtslosgkeit spazieren gingen, forschend, liebevoll, unglaublich achtsam, sich ganz hingebend an mich, an den Moment, ans pure Sein. Ich war be-rührt, er-innert, irgendwie aufge-wacht, in-spiriert, beschenkt. Und ich wusste sofort, das ist die Weise, der Rhythmus, die Melodie in der auch meine Hände berühren wollen. Dieses Geschenk will ich hier in meinem Lebensraum Würzburg weiter schenken.

 

Seit der Geburt meiner Zwillinge, also seit fast 8 Jahren, hatte ich Schulterprobleme, Schmerzen, die mich deutlich in meine Grenzen verwiesen, die mich beschränkten und mir geboten, viele Dinge zu unterlassen, die ich eigentlich liebte. Als ich zu meiner ersten Fortbildung fuhr, meldeten sich meine Schultern immer wieder auf unangenehme Weise und baten um Rücksicht. Als ich zu einem 8 tägigen Kurs aufbrach, hatte ich große Zweifel, ob ich ihn durchhalten würde. Meine größte Angst war die, nicht tun zu können, was ich wirklich tun wollte. Es war mein Herzenswunsch. Der hat mich an der Hand gefasst und einfach mitgenommen.

 

In all den zurückliegenden Jahren, hatte ich trotz verschiedenster Behandlungen nie so wenig Schmerzen – und das, obwohl wir vom Morgen bis in die Nacht hinein massierten. Unglaublich! Und auch wieder nicht! Ich bin meinem Herzen gefolgt und habe mir entgegen aller Widrigkeiten die für mich passende Therapie gesucht. Jetzt sind meine Schultern fast frei. Es fühlt sich schon ein bisschen an wie Fliegen.

 

 

Und eigentlich ist es auch ganz und gar nicht verwunderlich:

 

Die Lomi – das ist für mich Begegnung in achtsamer, liebevoller, verspielter Weise - Klang in mir und um mich herum, Tanz im Innen wie im Außen, das ist Lebensfreude und Lebendigsein - Nicht-Wissen, was kommt und mich kindgleich darauf freuen und einlassen - es ist Bewegung im Fließen und in der Stille, Lauschen auf Flut und Ebbe, die unaufhaltsam kommen und gehen, I n e i n a n d e r ü b e r g e h e n - es ist ´Meer–Sein` in mir und mit mir, mit allem, was ich bin, dem Dunkel und dem Hell, dem Schwer und dem Leicht, dem Gefroren und Getaut - Morgentau –  Ja, vielleicht es Morgentau?

 

...oder Windgeflüster?

 

...oder Erdraunen?

 

...oder Flussrauschen?

 

...oder Flügelflattern?